Hofgeschichten

Hier wollen wir Euch gern ein bisschen Teil haben lassen, an dem was auf unserem Hof passiert.

Wir erleben unsere ersten Jahre auf der Domäne Himmigerode, lernen die Flächen kennen und werden den einen oder anderen Fehler machen und dann auch wieder glücklich sein über das, was da wächst und gedeiht. 

Wir wünschen Allen ein friedliches neues Jahr!

Wenn wir unsere Zeit nicht planend am Schreibtisch oder bei der Maschinenwartung in der Wekstatt verbringen, erkunden wir bei diesem großartigen weißen Winterwetter geeignete Rodelhänge mit unseren Kindern oder probieren uns im Snowkiting auf unseren Ackerflächen. 

Außerdem ist draußen auf dem Hof die Arbeit unter einer dicken Schneedecke verborgen und pausiert deshalb gezwungerner Maßen. Das ist auch mal schön!

 

Wir wünschen allen  wundervolle Wintertage und viel Schneespaß!

 

Wir pflanzen eine Hecke!

Wir haben am 6. Dezember, im Rahmen des Naturland-Förderprogrammes Artenvielfalt, eine Hecke mit vielen unterschiedlichen Sträuchern und Bäumen gepflanzt. Dornige, blühende und Frucht tragende Bäume und Sträucher können so in Zukunft vielen Tieren einen Lebensraum bieten und zum Klimaschutz beitragen. Neu angelegte Hecken binden jährlich rund 25 Tonnen CO2 pro Hektar. 

 

Die Pflanzung wurde möglich gemacht durch die tatkräftige Unterstützung von "Göttingen pflanzt", Studierenden der Universität Witzenhausen und engagierten Menschen aus der Region. 

Wir hatten einen fröhlichen Pflanzvormittag und haben uns anschließend bei selbstgemachter Pizza und Punsch am Ofen aufgewärmt. 

Hiermit möchten wir uns herzlich bei allen helfenden und unterstützenden Personen für ihren großartigen Einsatz bedanken! 

Besuch auf unseren Flächen

Seit November haben wir Besuch von einem Wanderschäfer und seinen Schafen bekommen. Die Schafe weiden, wandernd unsere Kleegrasflächen und die Zwischenfrüchte ab. Auf den Kleegrasflächen sorgt die Beweidung dafür, dass der Aufwuchs niedrig in den Winter geht und bei Schneefall nicht so anfällig für Schneeschimmel ist. Außerdem werden die Mäuse gestört, welche ebenfalls, bei vermehrtem Aufkommen, für lückige Bestände sorgen können. 

Die Beweidung der Zwischenfrüchte erleichtert die anschließende Bearbeitung im Frühjahr und verringert die Ausgasung von klima-schädlichem Distickstoffmonoxid (N2O- bekannt als Lachgas) welches beim Abfrieren der Pflanze freigesetzt wird. 

Nebenbei fördern die weidenden Schafe die Biodiversität und stärken das Ökosystem. 

Für uns sind die wolligen Besucher eine große Freude! 

Herbstbestellung

Trotz der etwas nassen Witterung haben wir unsere Herbstsaat gut in den Boden bekommen. Wir haben Weizen, Tritikale und Dinkel gesät. Da wir dieses Jahr bessere Technik zur Verfügung hatten, konnte die Aussaat trotz zum Teil schwieriger Witterungsverhältnisse reibungsloser ablaufen, als letztes Jahr. 

Auf unseren Flächen kann man inzwischen Weizen und Dinkel beim Auflaufen zuschauen. Da wir hier die Ernte für das zweite Umstellungsjahr aussäen, wird weiterhin vorwiegend Futterweizen angebaut. Der Dinkel wird als Saatgutvermehrung angebaut. 

Die Flächen auf denen nächstes Jahr Ackerbohnen und Zwiebeln wachsen sollen, werden derzeit von einer Zwischenfrucht bewachsen um Bodenerosion zu vermeiden, die Bodenstruktur zu verbessern und das Bodenleben zu ernähren. 

 

Zwiebeln

Wir haben dieses Jahr auf einer Teilfläche Zwiebeln angebaut.

Der Anbau erfolgte mit einfachsten Mitteln, aber das Ernteergebnis kann sich sehen lassen.

Der Anbau von Sonderkulturen ist eine große Leidenschaft von uns und soll auch in Zukunft, in unterschiedlicher Art und Weise unsere Fruchtfolge ergänzen.

Wir sind gerade noch mitten in der Ernte aber über den Bio-Lieferservice Lotta Karotta aus Rittmarshausen und über den Brothofladen in Waake, können Sie bereits Zwiebeln von uns erwerben. Hierbei handelt es sich um Umstellungsware, die allerdings unter Biobedingungen und mit viel Einsatz und Hingabe erzeugt wurde. 

Dieses Jahr haben wir Rote Zwiebeln, Gelbe Zwiebeln und auch Schalotten im Angebot. 

 

 

 

 

 

Körnerleguminosen

Dieses Jahr haben wir für einen Milchviehbetrieb ein Erbsen/Futterweizen-Gemenge angebaut. Der Gemengeanbau ist für die Bodenfruchtbarkeit von Vorteil, weil der gemeinsame Anbau unterschiedlicher Pflanzen, ein vielfältiges Wurzelbild im Boden hinterlassen. Bioporen unterschiedlicher Art können dem Regenwurm dienen und der Folgekultur Nährstoffe aus unterschiedlichen Bodenhorizonten verfügbar machen.

Beim Anbau von Erbsen ist der Gemenge-Anbau mit einer sogenannten Stützfrucht hilfreich, um die rankenden Erbsen aufrecht und so für den Drescher zugänglich zu halten. 

Unsere Erbsen waren dieses Jahr sehr wuchsfreudig und haben den Weizen einfach überwuchert. Zur Blüte war das eine wahre Pracht.

Zur Ernte wurde es dann schwierig, da die nicht ausreichend etablierten Weizenpflanzen die rankenden Erbsenpflanzen nach einem Starkregen nicht mehr halten konnten. Die Erbsenpflanzen haben sich hingelegt und konnten nur mit viel Geduld und Mühe geerntet werden. 

Als Ausgleich hat die Ackerbohnenernte Spaß gemacht. 

Getreideernte

Hier kommt jetzt endlich ein kleiner Ernterückblick:

 

Trotz der herausfordernden Witterungsverhältnisse dieses jahr, die von Trockenheit und sehr nassen und kalten Phasen geprägt waren, sind wir mit unseren Getreideerträgen zufrieden.

 

Die Flächen waren größtenteils schön sauber und ließen sich gut dreschen. Wenn wenig Beikrautbesatz in der Getreidefläche zu finden ist, ist es leichter das Getreide trocken zu dreschen, da eine nachträgliche Befeuchtung des Getreides durch den Dreschvorgang durch grüne Pflanzenteile geringer ist. 

Gerade in diesem Jahr, in welchem die Ernte Ende Juli von unbeständigem Wetter und nur kurzen Erntefenstern erschwert war, war das von Vorteil. 

Zum Glück kam das richtige Erntewetter dann Anfang August doch noch, auch wenn es lange auf sich warten ließ. 

 

 

 

 

 

 

Zu wenig Regen

Unserem Getreide sieht man den fehlenden Regen inzwischen an. Vermutlich wird die Trockenheit unsere Ernte negativ beeinflussen. 

Der fortschreitende Klimawandel sorgt dafür, dass sich Wetterlagen besonders lange halten. So bleibt es länger trocken oder es regnet mehrere Wochen besonders viel. 

Es ist für solche Tendenzen besonders wichtig, dass wir unsere Böden schützen und für mehr Resilienz bei Extrem-Wettereignissen sorgen. 

Dies erreichen wir durch Humusaufbau und durch Fördern des Bodenlebens. Böden mit vielen Bioporen, welche durch Regenwürmer und Wurzelgänge geschaffen werden, können bei Starkregenereignissen wie ein Schwamm wirken und Wasser für Trockenphasen gut speichern. Gleichzeitig speichert ein gesunder, lebendiger und humusreicher Boden besonders viel CO2. Dies wirkt der Klimaveränderung entgegen. 

 

 

 

 

Unser Kleegras wurde gemäht 

Unser Kleegras ist trotz des trockenen Frühjahrs sehr schön gewachsen. Der Aufwuchs wird nun ein gutes Futter für die Milchkühe eines Nachbarlandwirten. Da wir selbst keine Tiere haben und auf Nährstoffe von Außen angewiesen sind, verkaufen oder tauschen wir den Aufwuchs. 

Stimmen die Bedingungen beim Tauschbetrieb können wir Rindermist oder Substrat aus der Biogasanlage zurück bekommen und damit unsere Felder düngen. 

Trotz der Trockenheit kann man schon gut sehen, wie der Klee nachwächst. Er ist etwas schneller als das Gras, weil er besser verwurzelt ist und mit der Trockenheit besser umgehen kann.

Hoffentlich bekommt er genug Wasser um sich dann weiter gut entwickeln zu können. 

 

Hofverschönerung

Wir haben das wunderschöne sonnige Wochenende genutzt und den Hof ein bisschen verschönert. Wir haben die Tore gestrichen und die Remise mit einer schicken Lärchenverschalung versehen. So ist sie für die kommenden Jahrzehnte wieder sicher verpackt und wir können uns jeden Tag daran freuen. 

Was so ein bisschen Holz für einen großen Unterschied macht!

Wir hatten viele wunderbar fleißige HelferInnen und haben mit reichlich guter Laune viel bewegen können. 

Herzliches Danke noch einmal an Euch! Das war ein feines Wochenende mit so viel Freude, guten Gesprächen, leckerem Essen und viel Schaffenskraft! 

 

 

Ackerbohnen blind striegeln

Mitte März haben wir die Ackerbohnen gedrillt. 

Die Ackerbohne hat einen hohen Wasserbedarf, deshalb wächst sie auf unseren teils schweren Böden gut. Damit sie auch in diesem recht trockenen Frühjahr gut Feuchtigkeit ziehen kann und eine gute Standfestigkeit erlangt, sollte sie bis zu 8 cm tief gesät werden. 

Die tiefe Saat ermöglicht zudem das Blindstriegeln. Hierbei wird der Ackerbohnenbestand vor dem Auflaufen, also bevor die Pflänzchen aus der Erde schauen, gestriegelt um schon erste Beikräuter zu entfernen. Dadurch hat die Ackerbohnenpflanze dann einen Vorsprung. 

Die Ackerbohne ist eine Körnerleguminose und damit in der Lage Luftstickstoff mit Hilfe der Knöllchenbakterien im Boden zu binden und für die Folgekultur verfügbar zu machen. 

 

Der Frühling ist fast da...

Wir haben uns in den ersten Märztagen von den warmen Sonnenstrahlen locken lassen und schon einmal die ersten Pflegemaßnahmen im Getreide durchgeführt.

Mit der Rollhacke kann man die Bodenkruste brechen und die ersten Beikräuter heraus ziehen. 

Auf den Flächen der Domäne Himmigerode sind uns vor allem Ackerfuchsschwanz und Klettenlabkraut aufgefallen. 

Beide Beikräuter können bei vermehrtem Auftreten im Getreidebestand, ertrags- und qualitätsmindernd sein und später den Erntevorgang stören. 

Im ökologischen Anbau können wir mit Technik wie Striegel und Rollhacke, aber auch mit einer angepassten Fruchtfolge und den richtigen Bearbeitungszeitpunkten dafür sorgen, dass Kulturpflanzen und Beikräuter in einem tolerierbaren Gleichgewicht auf dem Acker vorkommen. 

 

 

Logo

©2026 Alle Rechte vorbehalten.

 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.